Geocachen mit GSAK - Teil 7 - Datenimport via Pocket Query (PQ)

Nachdem wir nun Geocaches direkt über die API importieren können, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, einen Import mit Hilfe der Pocket Queries (PQs) von geocaching.com durchzuführen. Der Vorteil ist hier, dass ich - bei geschicktem Anlegen der PGs - automatisch immer die aktuellen Cachedaten in GSAK hereingespielt bekomme. Die API muss dann nur für aussergewöhnliche Importe (z. B. Urlaubsdestination etc.) genutzt werden.

Wie legt man nun die PQs am geschicktesten an? Da gibt es sicherlich viele Rezepte, hier möchte ich meine Vorgehensweise darstellen.

Mein Ziel ist es, alle Tradis in möglichst maximalem Umkreis regelmässig aktualisiert zu bekommen. Weiter möchte ich besondere Caches (Multis, welche ich suchen möchte; Mysteries, die ich gelöst habe; ...) und meinen eigenen Caches immer aktuell in GSAK vorfinden.

Wie stellt man das am geschicktesten an?

Zunächst habe ich mir eine erste PQ erstellt, welche mir max. 1000 Tradis im Radius von 80 km um meine Homelocation liefert. Die Filterungen habe ich einmal hier dargestellt:

Pocket Query - Frequenz

Bei Query Name kann ein beliebiger Name angegeben werden. Ich habe meine PQs mit A, B, C, etc.durchnummeriert.
Bei "Days to Generate" kann festgelegt werden, wann und wie oft die PQ ausgeführt werden soll. Da wir eine regelmässige Verarbeitung anstreben, beginne ich die erste PQ sonntags ("Sun") und lasse sie in Zukunft an jedem Sonntag laufen ("Run this query every week on the days checked").
Darunter habe ich mit "1000 Caches total" die maximal mögliche Anzahl an Caches angegeben, die pro PQ geliefert werden können. Wir wollen ja möglichst viele Caches regelmässig aktualisieren.

Pocket Query - Cachetyp

Im nächsten Bereich habe ich festgelegt, dass nur Traditional Caches in der PQ geliefert werden sollen. Hier kann man natürlich Angaben entsprechend den eigenen Vorlieben machen.

Pocket Query - Container

Dann wurde mit "Any Container" angegeben, dass ich alle Cachegrößen geliefert bekommen möchte (auch dies kann natürlich beliebig angepasst werden).
Im Bereich "That (And)" habe ich drei Häkchen gesetzt:
"I haven't found"  - Ich möchte keine von mir bereits gefundenen Caches aktualisiert haben.
"I don't own" - Meine eigenen Caches besorge ich mir auf einen anderen Weg (siehe unten).
"Are not on my ignore list" - Damit kann ich meine Ignore-List aus den PQs ausschliessen.

"Is Disabled" ist bewusst nicht angehakt, da wir dann keine Info mehr über deaktivierte Caches erhalten.

Im Bereich "And" kann ggf. noch eine Einschränkung mit Hilfe der Gelände- und Schwierigkeitswertung vorgenommen werden.

Pocket Query - Ort

Im Bereich "Within" kann eine Einschränkung auf bestimmte Länder / Bundesländer vorgenommen werden. Vielleicht interessant für jemanden, der in Grenznähe wohnt...

Bei "From Origin" wird der Mittelpunkt der PQ festgelegt, bei "Within a Radius of" der Radius (man kann dies mit der Karte bei der API vergleichen). Im Beispiel oben ist die Homelocation als Mittelpunkt mit einem Radius von 80 km gesetzt.

Pocket Query - Datumauswahl

Jetzt wird es interessant!
Im Bereich "Placed During" kann angegeben werden, dass nur Caches, die in einem bestimmten Zeitraum platziert wurden, in der PQ erscheinen sollen. Jetzt beginnt das Try-And-Error-Spiel:
Als Beginn ein Datum z. B. den 01. Januar 1998 angeben (dies ist ein Datum bevor der erste Cache versteckt wurde).
Der Trick ist nun, das Enddatum zu finden, welches nach Möglichkeit 1000 Caches liefert. Da hilft nur Probieren - also ein Datum eingeben und unten auf den Button "Submit Information" klicken. Danach wird dann die Seite neu geladen und ganz oben werden die Anzahl der momentan in der PQ erhaltenen sind:

Pocket Query - Bestätigung

In obigem Beispiel sind dies 955 Caches. Hier würde ich also das Enddatum im nächsten Versuch noch etwas nach hinten verschieben, bis wir knapp unter 1000 Caches sind.

Nun merken wir uns das so ermittelte Enddatum und legen per Kopie der gerade erstellten PQ aus der Übersicht (http://www.geocaching.com/pocket/default.aspx) heraus an. Dies kann einfach durch Klick auf den im folgenden Bild hervorgehobenen Button erfolgen:

Pocket Query - Kopie erstellen

Es wird so eine PQ mit Namen "Copy of Q000A" (zumindest in meinem Fall) angelegt. Diese können wir nun öffnen und den Wochentagshaken am nächsten Tag (hier also der Montag) setzen. Dann geht es weiter zum Bereich "Placed During", wo wir als Startdatum das in der letzten PQ ermittelte Enddatum + 1 angeben (aus 05. Juni 2008 wird dann der 06. Juni 2008) und das Enddatum wieder wie oben durch Try-And-Error ermitteln.
Dies jetzt so lange durchführen, bis wir beim aktuellen Datum angelangt sind. In der letzten PQ dann ein Enddatum, welches deutlich in der Zukunft liegt, angeben.

Wunderbar! Jetzt erhalten wir innerhalb einer Woche die kompletten Cachedaten im Umkreis um die Homezone und diese werden danach regelmässig aktualisiert!

Weiter habe ich mir noch eine zusätzliche PQ angelegt, welche auf einer Bookmark-Liste basiert (diese erstellt man unter http://www.geocaching.com/my/lists.aspx, indem man bei der entsprechenden Bookmark-Liste auf "Create Pocket Query" klickt). Diese liefert mir regelmässig (ich lasse mir hier die Daten täglich übermitteln, aber das muss vielleicht nicht bei jedem so sein) alle in der Bookmark-Liste enthaltenen Caches als PQ. In diese Bookmarkliste platziere ich meine eigenen aktiven Caches (um die aktuellen Logs zu bekommen) sowie Caches, welche mich ausserhalb der Homezone interessieren und die aufgrund der Einstellungen nicht in den regelmässigen PQ-Lieferungen enthalten sind.

Aber wie bekommen wir diese jetzt in GSAK?

Nichts einfacher als das! Einfach in GSAK im Menü -> Geocaching.com-Zugriff -> Pocket Queries herunterladen anwählen und es öffnet sich ein Fenster mit allen PQs, auf welche zur Zeit Zugriff ist:

Pocket Query - Import

Bei den PQs, welche importiert werden sollen, einfach ein Häkchen setzen und dann auf "OK" klicken. Schon startet das Herunterladen und Importieren. Auch hier können wir die Importeinstellungen (wie schon beim Import über die API) unter "Einstellungen" ändern. Dies ist für den Anfang aber noch nicht nötig.

GSAK weiss übrigens, welche PQs bereits importiert wurden. Noch nicht importierte PQs erhalten beim Öffnen dann automatisch ein "Häkchen".

Fertig! Lachend

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